Die Anfänge... bis heute

Aller Anfang ist schwer und beginnt meistens mit wenigen Dingen. Wie so oft gab es auch bei uns zuerst nur den Vorbereitungsraum der Biologie. Hier gesellten sich Australische Gespenstheuschrecken in direkter Nachbarschaft zur Kleinen Teufelblume und Futter-Heimchen. Aufgrund der wahnsinnigen Vermehrung der A. Gespenstheuschrecken musste ein größeres Terrarium ran, was sich glücklicherweise noch in meinem Besitz befand. Trotz der deutlich größeren Behausung konnte auf eine regelmäßige Bestandsregulation jedoch nicht verzichtet werden. Mittlerweile sorgen Bartagamen (Pogona vitticeps) für die Regulation unserer r-Strategen.

Mittlerweile gibt es einen eigenen kleinen Raum, in dem das Vivarium expandieren kann. Aus diesem Grund wird die Artenliste nun langsam erweitert werden. Da in der derzeitigen Situation das Vivarium ehrenamtlich von mir aufgebaut, betreut und finanziert wird, muss man es wohl als eine räumliche Verlagerung des privaten Hobbys sehen. In wie weit sich das Vivarium entwickeln kann, wird nur die Zukunft zeigen. Aber in Zeiten von 33 Schülern pro Klasse und stetigen Kürzungen im Rahmen der wenigen frei verfügbaren Stunden, wird wohl der Bereich für solche "Extra-Angebote" an den meistens Schulen leider immer weiter schwinden; ich lasse mich jedoch gerne eines Besseren belehren ;-)

Nachdem klar war, das Bartagamen bei uns nicht fehlen dürfen, musste mein ehemaliges Becken für meine Spitzkopfnatter (Gonyosoma oxycephala) wieder aufgebaut werden. Aufgrund der Maße 125*80*150 bedurfte der Raum eines erneuten Umstellens. Nachdem das Grundgerüst stand, wurden die Äste eingesetzt und gut verschraubt sowie eine Plastikwanne in den Sand integriert, damit die relative Luftfeuchtigkeit in der darüber befindlichen Steinhöhle immer bei 70-80% liegt. Der Spotstrahler schafft gut 50°C, so dass sich die Racker gut aufwärmen können und ein Temperaturgefälle zwischen 26 und 53°C vorliegt. Sobald die Tiere das neue Zuhause in Augenschein genommen hatten, wurde alles genauestens untersucht und schnellstens nach Futter gesucht. Entgegen des eigentlichen Vorgehens, habe ich noch am gleichen Tag Steppengrillen der Größe 8 in das Becken gegeben, die sofort hektisch bejagt wurden. Die Beleuchtung ist dabei zwar in Ordnung, aber zur Erhöhung der UV-Anteile möchte ich gerne eine Bright Sun UV Desert 70W Lampe anbringen. Die bringt sehr viel Licht, einen super UV-Anteil und Wärme bei deutlich weniger Stromverbrauch und UV-Verlust binnen eines Jahres. Leider ist sie mir derzeit privat zu teuer. Gibt es vielleicht Sponsoren? Ja, LuckyReptile (Import Hoch GmbH) hat eine gespendet!!!!!!

Wie man auf den beiden Photos rechts sehen kann, ist aus einem ausrangierten Regal des alten Lehrerzimmers "schnell" ein Terrarienschrank geworden. Die Frontblenden sind ehemalige Einschubböden, die mir die Tischler während der Renovierungsarbeiten kurzfristig passend gesägt haben. Nun noch mit einem runden Bohreraufsatz Löcher gemacht und passende Lüftungsgitter aus dem Baumarkt eingesetzt. Nach dem Einkleben der Profilleisten können die Scheiben eingesetzt werden und fertig sind vier neue Terrarien. Wenn die Scheiben nicht eng an der Seite abschließen, empfiehlt es sich, auch an den Seiten Profilleisten einzukleben. Dann schließen die Scheiben sauber ab und es kann niemand entwischen. Unsere Scheiben waren leider 2mm zu hoch. Damit sie dennoch eingebaut werden können, schraube ich die untere Leiste wieder ab, setze die Scheiben in die Profilleisten ein und schiebe die untere Leiste mit den eingesetzten Scheiben wieder in Position. Anschließen werden durch die geöffneten Scheiben die Schrauben erneut eingeschraubt und alles passt. Am Besten macht man dies zu zweit, damit die Scheiben beim Einsetzen nicht aus den Profilen rutschen. Kleine aufgeklebte Kunststoffleisten verstecken anschließend die Schienen für die Regalhalter und außerdem können sich kleinere Larven nicht darin verstecken.
Ein abschließendes Ausfüllen der inneren Kanten mit Silikon verhindert ein ungewolltes Entweichen sehr kleiner Tiere und außerdem verhindert man das schnelle Hindurchtreten von Flüssigkeiten oder Bodensubstraten.